Dein erstes Brot – Tipps zum Einstieg

Dein erstes Brot – Tipps zum Einstieg

Einfach Anleitung für das Brotbacken, mit der Du ganz einfach dein erstes eigenes Brot backen kannst. Ein Artikel für alle Einsteiger

Brot backen ist super einfach, wenn man weiß wie – und das zeige ich dir jetzt:

Mehl, Salz, Hefe und Wasser – Mehr brauchst du nicht. Auf die im Kaufhaus angebotene Mehlmischung für Brot kannst du getrost verzichten. Brot ist ein Grundnahrungsmittel, das schon im Mittelalter ganz ohne Backmischung gebacken wurde.

Damit dir dein erstes Brot gelingt, werde ich dir hier die Grundlagen vermitteln und es sehr einfach halten.

Wir backen ein sehr leckeres und einfaches Weizenbrot.

 

Zutaten

Dazu verwendest du Weizenmehl mit der Typenbezeichnung 550. Dieses Mehl gibt es fast überall zu kaufen. Das handelsübliche Mehl 405 ist weniger geeignet und eher zum Backen von Feingebäck und Keksen zu gebrauchen.

Neben dem Mehl brauchst du noch Frischhefe. Die Würfel bekommst du ebenfalls in jedem gut sortierten Kaufhaus. Auch beim Discounter ist das zu bekommen.

Salz und Wasser wird wohl vorhanden sein : )

 

Teig zubereiten

Hier wird es jetzt etwas umfangreicher. Die Teigzubereitung ist beim Backen von Brot das A und O.

Bevor ich aber jetzt einfach nur die Zubereitungsschritte nach der Reihe aufzähle, möchte ich dir vorher sagen, warum wir das so machen wie wir es machen.

Brotteig herstellen

Salz & Hefe

Im Teig ist zum einen Salz für den Geschmack und zum anderen Hefe für das Volumen. Salz ist in jedem Teig enthalten, ebenso Hefe (bei Hefebroten).

Jedoch mag die Hefe kein Salz. Die Hefe könnte durch eine hohe Salzkonzentration zerstört werden. Das wollen wir nicht. Deswegen werden beide Zutaten so getrennt wie nur möglich in die Schüssel gegeben.

Eines haben Salz und Hefe aber gemeinsam: Beide werden in Wasser aufgelöst. Das Wasser in jedem meiner Rezepte wird deswegen aufgeteilt.

Etwas Wasser (so in etwa ein Pinchen Voll, bzw. eine halbe Tasse) für die Hefe und der ganze Rest für das Salz.

Später beim Zusammenfügen der Zutaten wird dann das Salzwasser zuerst in die Schüssel gegeben und dann zum Schluss, wenn alles andere drin ist, das Hefewasser.

Zwischen Salz- und Hefewasser liegt nun eine schöne Menge Mehl. So kann dann das Hefewasser mit dem Umliegenden Mehl vermengt werden bevor die restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verknetet werden.

 

Teig aufgehen lassen

Eine weitere Besonderheit beim Brotbacken ist, dass der Teig nach dem verkneten aufgehen muss. Die Hefe braucht Zeit zum Arbeiten und dadurch bekommt unser Brot das Volumen und die Lockerheit, die wir brauchen.

In sehr vielen anderen Rezepten wird sehr viel Hefe verwendet. Viel Hefe = Viel Zeitersparnis. Da mehr Hefekulturen mehr arbeiten können und das Brot dadurch schneller aufgeht.

So ist ein Brotteig mit 1 Würfel Hefe schon nach 1 oder 2 Stunden fertig aufgegangen.

Ehrlich gesagt finde ich diese enorme Menge an Hefe viel zu viel. Bei mir sind die Brote aber auch nicht nach 1 Stunde fertig. Ich mag das langsame gehen des Brotes.

Denn dadurch wird noch einmal mehr Geschmack ans Brot gebracht.

Langsames gehen fördert den Geschmack des Brotes und so kann ich mit 0,5 bis 1 Gramm Hefe ein ganzes Brot backen. Zum Vergleich: Aus 1 Würfel Hefe (40 Gramm) kann ich 40 bis 80 Brote backen.

Meine Brote lasse ich auch viel länger gehen. 12 bis 24 Stunden ruhen meine Brote – und das schmeckt man auch. Beim Backen darf es auch schon mal etwas länger dauern.

Ob kurz oder lang: Zeit zum Aufgehen braucht jede Brot.

 

Teig kneten

Damit der Teigling eine schöne Form bekommt und gut aufgehen kann, muss der Teig geknetet bzw. Aufgezogen werden. Das Volumen des Brotes kommt daher, dass das Gluten bzw. das Klebereiweis ein Gerüst entwickelt. Dadurch bekommt der Teig seine feste Konsistenz. Das Gärgas der Hefe wiederum sorgt für Volumen.

Das Gerüst entwickelt sich mit der Zeit von alleine. Mechanische Beanspruchung unterstützt diesen Effekt noch weiter.

Deswegen ist das Kneten des Teiges so wichtig. Während der Teig ruht um einerseits der Hefe die Zeit zum Gären zu geben und dem Klebereiweis die Zeit zum Vernetzen zu geben, kannst du hin und wieder den Teigling hervorholen und ihn Kneten bzw. Dehnen und falten.

Es gibt verschiedene Techniken, aber das Dehnen und falten ist relativ einfach. Von daher konzentriere ich mich jetzt nur darauf.

Du ziehst am Rand des Teiges in der Schüssel eine Handvoll Teig in die Höhe und faltest ihn dann wieder über den restlichen Teig zurück in die Schüssel. Das machst du reihum ca. 4-7-mal. Bis der Teig einmal möglichst komplett auseinandergezogen und wieder zusammengefaltet wurde.

Das kannst du alle paar Stunden ( 4 bis 8 Std.) machen.

Je weiter sich dein Teig dem eigentlichen Backen nähert, desto schonender solltest du ihn behandeln.

Wir wollen kurz vor dem backen nicht sämtliche Gärgase aus dem Brotteig herausarbeiten. Schließlich soll das Brot vor dem Backen schon Volumen haben.


Jetzt fasse ich noch einmal kurz zusammen:

  1. Hefe und Salz beim Vermischen der Zutaten trennen
  2. Dem Teig Zeit zum aufgehen lassen
  3. Teig kneten bzw. Aufziehen

Das waren viele Worte für (eigentlich) einfache Grundlagen, aber auch für viel Effekt. Denn wenn du das vorherige beherzigst, dann wird dein Teig sehr gut reifen und dein Brot nachher richtig lecker.

 

Wieviel Arbeit macht das Brotbacken?

Keine! …also im Idealfall. Es soll doch bitte keine Arbeit machen Brot zu backen, sondern Dir Spaß und Freude bringen. ( Aber das nur mal so am Rande).

Davon einmal abgesehen, ist der Zeitaufwand an dem ich wirklich aktiv etwas am Brot oder am Teig mache, verschwindend gering. Die meiste Zeit ruht der Teig. Auch wenn mein Brot ganze 24 Stunden braucht bis es fertig ist. Am Teig selber arbeite ich während dieser ganzen Zeit nur wenige Minuten.

Zutaten abwiegen, Teig vermengen und ab und zu verkneten – das war’s schon.

Das backen selber ist ebenfalls nicht so wild.

 

Brot im Ofen backen

Fast jedes Brot backst du bei ca. 220-250 Grad etwa 35 bis 45 Minuten.

Topf zum BrotbackenAm einfachsten ist es, das Brot in einem Backtopf zu backen. Ein Gusseiserner Topf, der auch zum Kochen und schmoren benutzt wird.

Denn das Brot soll beim Backen nicht austrocknen. So ein Topf verhindert das. Diese Töpfe haben alle einen Deckel der dafür sorgt, dass dein Brot ausreichen feucht gehalten wird. An anderer Stelle habe ich dieses Thema schon ausreichend beleuchtet.

Falls du so einen Topf nicht hast, kannst du folgendes machen:

Du legst deinen Brotteig auf ein heißes Backblech und schiebst es in den vorgeheizten Backofen. Zusätzlich kommt noch eine Hitzebeständige Schale mit Wasser in den Ofen. Zum Beispiel auf den Boden des Ofens.

Das Brot selber backst du auf der mittleren schiene bei Ober- und Unterhitze. Das Wasser in der Schale verdunstet beim Backen und hält auf diese Art dein Brot feucht.

Dein Brot ist fertig gebacken, wenn es den Klopftest besteht. Dazu nimmst du dein Brot aus dem Ofen und Klopfst mit einem Finger gegen die Unterseite deines Brotes.

Hört es sich hohl an, ist es fertig gebacken und kann zum Abkühlen auf einen Rost gestellt werden. Ist es eher dumpf, dann backe es noch weiter bis es sich hohl anhört.

Wenn du alles ungefähr so machst wie ich es dir hier beschrieben habe, kann eigentlich nichts schiefgehen. Du wirst so zu deinem ersten eigenen perfekt gebacken Brot kommen.

Das ideale Rezept für Einsteiger

Weizenbrot Rezept

Als erstes Rezept empfehle ich dir dieses hier. Ein einfaches Weizenbrot …und lass dich nicht täuschen, nur weil es einfach ist, heißt es nicht, dass es nicht unglaublich lecker wäre. Es ist eines meiner Lieblingsbrote.

Besonders, weil es so schön aufgeht und super lecker aussieht. Wie Eingangs erwähnt ist es ein Weizenbrot aus 100% natürlichen Inhaltsstoffen und komplett aus 550er Weizenmehl.

 

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