Zubehör beim Brot backen: Die perfekte Ausrüstung für dein erstes Brot

Geschrieben von Christian

Christian

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Über den Autor: Christian – Ich bin Gründer und Autor dieses Backblogs und teile hier meine jahrelange Erfahrung im Brotbacken. Ich schreibe praxisnahe Anleitungen, teste unabhängig Backzubehör und Küchenmaschinen in der Praxis und teile hilfreiche Tipps rund ums Backen. Meine Bewertungen basieren ausschließlich auf eigener Anwendung und echten Erfahrungen.

Natürlich kann man ohne viel Ausstattung auskommen. Doch darum geht es hier nicht. In diesem Artikel geht es um die perfekte Startausrüstung und die Frage: Was brauchst du, um sofort richtig loszulegen? Ich zeige dir, was ich mir heute sofort holen würde, wenn ich noch einmal mit dem Brotbacken anfangen würde. Ich erzähle dir auch, wofür ich das brauche und wie du das Ganze richtig benutzt.

Ein gut durchdachtes Starterset hilft enorm beim Brotbacken

Die unverzichtbare Grundausstattung: Was du wirklich zum Brotbacken mit Hefe und Sauerteig brauchst

Was ich dir jetzt empfehlen werde, versetzt dich in die Lage, den Großteil aller Rezepte nachzubacken, die es gibt. Du brauchst ein paar Sachen für die Teigzubereitung und etwas für das eigentliche Backen von Brot. Als Anfänger ist das ideale Start um einen schnellen überblick für das wesentliche zu bekommen. Ich gehe hier nicht auf Zutaten wie Mehl oder Milch ein. Hier geht es um die Ausrüstung, nicht die Zutaten

Teig zubereiten: Waage, Feinwaage und Schüsseln – Präzision als Erfolgsgarant

Eine Waage ist natürlich unverzichtbar. Aber ich finde, das reicht noch nicht. Denn manchmal musst du auch mal 3 Gramm Hefe abwiegen. Das geht mit normalen Haushaltswaagen aber nicht. Die meisten wiegen erst ab 5 Gramm genau und deswegen ist eine Feinwaage wirklich sinnvoll. Die benutze ich jedes Mal.

Mit einer Feinwaage kannst du auch kleine Mengen Hefe gut abwiegen

Wenn du mehr über Hefe beim Brotbacken wissen möchtest, dann lies dir meinen Artikel warum weniger Hefe oft besseren Geschmack ins Brot bringt durch.

Für das Mischen und die erste Ruhephase nimmst du eine große Schüssel aus Glas, Edelstahl oder Kunststoff. Sie sollte genug Volumen haben, damit der Teig sich verdoppeln kann, ohne oben anzuhaften.

  • Küchenwaage, um Mehl, Wasser usw. abzuwiegen
  • Feinwaage für frische Hefe oder Trockenhefe

Um den Teig dort sauber herauszubekommen und auf der Arbeitsfläche zu bändigen, ist eine Teigkarte (Teigschaber) aus Kunststoff wirklich hilfreich. Auch eine Teigkarte benutze ich jedes Mal, wenn ich mit Teig arbeite. Alternativ geht auch ein Teigschaber aus Silikon, falls du diesen schon zu Hause hast. Das hilft zumindest, um den Teig aus der Schüssel zu holen.

  • Teigkarte, um den Teig aus der Schüssel zu holen, um ihn auf der Arbeitsplatte zu portionieren oder festgeklebten Teig von der Fläche zu lösen.

Damit hast du als Einsteiger ein gutes Set an Ausrüstung, um den Teig zu bearbeiten. Jetzt geht es darum, den Teig gehen zu lassen. Auch das ist sehr wichtig.

Teig gehen lassen: Gärkörbchen oder Schüssel

Was du jetzt noch nicht hast, ist etwas, um den Teig gehen zu lassen. Ein Gärkorb ist dafür ideal. Den benutze ich fast immer. Es gibt runde Gärkörbe und lange. Große und kleine. Ich empfehle dir einen Gärkorb von etwa 24 cm Durchmesser.

Der Gärkorb sollte unbedingt die richtige Größe für dein Brot haben

Ein Gärkorb besteht meist aus Rattan/ Peddigrohr oder einem Holzschliff. Er ist dafür da, dem Brotteig während der sogenannten Stückgare (der zweiten Ruhephase) Stabilität und Form zu geben. Nachdem der Teig in Form gebracht wurde, legt man ihn hinein, damit er sich entspannen kann und nach oben statt in die Breite geht. Wenn du mehr zu Gärkörben wissen willst, dann lies dir den Artikel Gärkörbe in der Praxis durch.

  • Schüssel für die erste Ruhephase nach dem Kneten
  • Gärkorb für die zweite Ruhephase nach dem Formen des fertig aufgegangenen Teiglings vor dem Backen.

Ganz wichtig: In einem Gärkorb wird das Brot nur gehen gelassen. Es wird darin nicht gebacken. Der Gärkorb kommt niemals in den Ofen.

Bis hierhin hast du alles, um den Teig herzustellen und ihn gehen zu lassen. Was du nun noch brauchst, ist eine Hilfe beim Backen von Brot selbst. Dazu kommen wir jetzt.

Brot Backen: Der Brotbacktopf für großartige Brote mir perfekter Kruste

Ich werde nicht müde, es überall immer wieder zu erwähnen: Der Brotbacktopf ist das ultimative Hilfsmittel beim Backen von Brot. Mit ihm kannst du sofort Brote in Bäckerqualität backen, auch wenn du gerade erst anfängst.

Warum ist der Topf so wichtig? Er funktioniert wie ein „Ofen im Ofen“. Professionelle Bäcker backen mit externem Dampf, um die Kruste dehnbar zu halten und dem Brot Volumen zu geben. Zu Hause ist das Bedampfen des ganzen Backofens oft aufwendig und kompliziert.

Der Topf löst das Problem von allein: Durch den Deckel bleibt die Feuchtigkeit, die aus dem Teig verdampft, direkt am Brot. Das ersetzt den Profi-Dampf, lässt das Brot wunderbar aufgehen und sorgt für eine fantastische Kruste. Vertrau mir, ein Brotbacktopf ist eine Investition, die du nicht bereuen wirst.

Wenn du mehr zum Thema Brotbacken im Topf erfahren willst, dann empfehle ich dir meinen Ausführlichen Guide: Der beste Brotbacktopf für Hobbybäcker Da zeige ich dir, welche Brotbacktöpfe ich benutze und worauf du beim Backen achten solltest.

Profi-Tipps: Deine Ausrüstung richtig einsetzen und jedes Rezept backen

Es reicht nicht, das Zubehör nur im Schrank zu haben – du musst wissen, wie du es im Prozess nutzt, um Fehler zu vermeiden und deine Ergebnisse ständig zu verbessern.

Wasser, Mehl, Hefe: Das Abwiegen hilft dir für wiederholt gute Backergebnisse

Alles abwiegen, was geht

Brotbacken verzeiht keine Ungenauigkeiten. Mein wichtigster Rat: Wiege konsequent alles ab. Das gilt nicht nur für Mehl und Salz, sondern vor allem für das Wasser. Schon ein paar Gramm mehr oder weniger verändern die Beschaffenheit deines Teiges komplett.

Solltest du vom Rezept abweichen – zum Beispiel, weil du merkst, dass dein Mehl mehr Wasser aufnimmt – wiege auch diese zusätzliche Menge genau ab und notiere sie dir. Nur wenn du exakt weißt, was du bei diesem Versuch gemacht hast, kannst du das gleiche perfekte Ergebnis beim nächsten Mal wiederholen oder gezielt Korrekturen vornehmen.

So verwendest du den Gärkorb

Der Gärkorb kommt bei der sogenannten Stückgare zum Einsatz. Nachdem der Teig seine erste lange Ruhezeit (die Stockgare) hinter sich hat und in Form gebracht wurde, braucht er einen Platz zum Entspannen.

Der Gärkorb ist perfekt geeignet für die Stückgare (die zweite Teigruhe)

Die Reihenfolge ist so: Als Erstes lässt du deinen Teig mehrere Stunden lang abgedeckt in einer Schüssel ruhen. Dort vergrößert sich sein Volumen und der Teig reift. Danach formst du den Teig, denn wenn du ihn dann aus der Schüssel holst, hast du nur einen unförmigen Klumpen Teig. Erst nach dem Formen bereitest du ihn auf das Backen vor.

Genau dann kommt der Gärkorb zum Einsatz. Hier setzt du den Teigling nach dem Formen rein.

Wie lange kommt das Brot in den Gärkorb?

Das hängt vom Rezept ab. In der Regel liegt der Teig irgendwas zwischen 30 Minuten und 1 Stunde in einem Gärkorb.

Wie vermeidest du das Festkleben des Teigs am Gärkorb?

Damit dabei nichts schiefgeht, ist die kurze Antwort: ausreichend Mehl. Du mehlst die Arbeitsfläche ein, während du den Brotlaib formst – das nimmt dem Teigling schon die erste Klebrigkeit. Zusätzlich mehlst du den Gärkorb gründlich ein. Da der Teig bei meinen Rezepten in dieser Phase meist nur noch 30 Minuten bis eine Stunde im Korb liegt, hat er gar nicht genug Zeit, um wirklich festzukleben. Er bekommt dort einfach die nötige Stabilität, bevor er final in den Ofen wandert.

In einem gut bemehlten Gärkorb bleibt der teig nicht kleben

So benutzt du den Brotbacktopf

Der Topf ist ein Gusseisentopf und wird mit dem Ofen zusammen mindestens 30 Minuten lang aufgeheizt. In diesen Topf legst du dann den Teigling aus dem Gärkorb und backst ihn dann mit Deckel im Topf. Das Ergebnis ist ein wunderbar aufgegangenes Brot mit einer krossen Kruste. Genau so, wie man es sich wünscht.

Erst den Gusstopf vorheizen, dann den Teig hineinlegen

Wenn du ganz genau wissen willst, was der Brotbacktopf macht, warum er so toll ist und welche Fehler man dabei vermeiden sollte, empfehle ich dir meinen Artikel Brotbacken im Topf: Der Guide für die perfekte Kruste

Teures Zubehör: Wann sich die Investition in eine Knetmaschine lohnt

Es schadet überhaupt nicht, am Anfang ohne eine Küchenmaschine Teig zu kneten. Damit bekommst du ein richtig gutes Gefühl für den Teig. Am Anfang nach dem Mischen merkst du mit den eigenen Händen, wie grob der Teig ist und sich mit jedem Dehnen und Falten immer weiter verfeinert. Das sieht man auch, aber das Fühlen ist noch mal viel besser. Gerade für Roggenbrot braucht du nicht viel Kneten. Mischen reicht meist völlig aus.

Für später: Küchenmaschinen helfen beim Teig kneten und Getreidemühlen bringen dir frisches Vollkornmehl

Aber wenn es darum geht, einfach nur den Teig fertig zu kneten und darum, möglichst alle Rezepte nachbacken zu können, die du findest, dann lohnt sich eine gute Küchenmaschine direkt zum Start.

Ich selbst habe die erste Zeit ohne eine Küchenmaschine gearbeitet und fand das sehr schön. Aber heute möchte ich den Knethaken meiner Maschinen nicht mehr missen. Es ist um so vieles leichter, seinen Teig mit einer Maschine kneten zu lassen. Manche Rezepte hier auf der Seite (und viele im Internet) sind auch für das Arbeiten mit einer Maschine ausgerichtet.

Eine Küchenmaschine lohnt sich immer dann, wenn du für dich entscheidest, dass du ab jetzt immer mal wieder dein Brot backst und wenn du das Ganze nicht mehr von Hand kneten möchtest.

Wenn du wissen möchtest welche Küchenmaschine ich benutze und welche ich dir empfehlen würde (und warum), dann lies dir meinen ausführlichen Guide zu Küchenmaschinen beim Brotbacken durch. Da gebe ich dir konkrete Tipps für jeden Einsatzzweck.

Wenn du jetzt noch Fragen hast, dann schreib´s in die Kommentare!

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