Aufgeschnittenes Weizenbrot auf einem Holzbrett neben einer Glasschale mit Körnern in einer Küchenumgebung

Geschrieben von

Christian

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Hafer-Weizenbrot mit Sonnenblumenkernen

Eines der Brot-Rezepte, die ich auch spontan backen kann. Weizenmehl und Haferflocken habe ich immer zu Hause. Dieses Mal habe ich dazu noch eine Handvoll Sonnenblumenkerne mit verarbeitet. Ich finde, die passen ganz hervorragend zu dem Brot.

In dem gebackenen Brot merkt man die Haferflocken besonders am Geschmack. Es ist etwas erdiger, wie ich finde. Durch den Hafer wird das Brot auch etwas kompakter und hat viel weniger die Anmutung von „Weißbrot“. Es ist weniger luftig und weniger als Brötchen. Alles ist etwas kerniger. Die Sonnenblumenkerne passen dafür natürlich recht gut ins Bild.

So passt auch viel besser, etwas Herzhaftes darauf. Käse, Wurst oder Frischkäse schmecken sehr gut dazu (obwohl ich immer wieder zu Nu … Äh, Schokocreme greife^^)

Zutaten für 900 Gramm

Quellstück

  • 90 gr. Sonneblumenkerne
  • 45 gr. Wasser

Brotteig

  • 380 gr Weizenmehl 550
  • 100 gr Haferflocken
  • 310 gr Wasser
  • 10 gr Salz
  • 0,5 hr Frische Hefe

Zubereitung 

Tag 1: Teig vorbereitung

  • Dieses Brot wird innerhalb von 2 Tagen zubereitet. Am ersten Tag beginnst du mit der Teigzubereitung und am zweiten Tag wird geformt und gebacken.

Quellstück

  • Bevor du mit der eigentlichen Teigzubereitung beginnst, stellst du das Quellstück her. Die Sonnenblumenkerne müssen in Wasser eingeweicht werden, und dieser Vorgang wird als "Quellstück" bezeichnet. Die Kerne quellen im Wasser, wodurch sie weicher werden und beim Gärvorgang kein Wasser mehr aus dem Teig entziehen. Weiche 90 g Sonnenblumenkerne in 45 g Wasser für etwa 1 bis 3 Stunden ein. Schau einfach nach, wann das Wasser vollständig von den Kernen aufgesogen wurde. Falls nach dieser Zeit noch Wasser übrig ist, gieße es ab.

Teigzubereitung

  • Sobald das Quellstück fertig ist, kannst du mit dem Hauptteig beginnen. Gib das Wasser in eine Rührschüssel und füge die Haferflocken sowie das Quellstück hinzu. Danach streue die 0,5 g Hefe gleichmäßig über die Mischung. Der Hefeanteil ist bewusst gering gehalten, da der Teig eine lange Gärzeit von 18 bis 24 Stunden hat. Diese Zeitspanne gibt dir Flexibilität – es kommt nicht auf eine Stunde mehr oder weniger an. Backe einfach, wenn es dir zeitlich am besten passt.
  • Streue anschließend das Mehl über die Hefe-Wasser-Mischung und verteile zum Schluss das Salz darüber. Die im Rezept angegebene Reihenfolge der Zutaten hilft dabei, Salz und Hefe so lange wie möglich getrennt zu halten, denn Hefe "mag" Salz nicht besonders. Das ist ein wichtiger Schritt, den du auch in vielen meiner anderen Rezepte findest.
  • Nun wird der Teig geknetet. Wenn du von Hand knetest, arbeite die Zutaten gleichmäßig zu einem glatten Teig ein. Alternativ kannst du eine Küchenmaschine verwenden. Stelle sie auf eine niedrige Stufe (zum Beispiel Stufe 2 von insgesamt 6 Stufen) und knete den Teig für etwa 8 bis 10 Minuten, bis er geschmeidig und elastisch ist. Beide Methoden, ob mit der Hand oder Maschine, funktionieren sehr gut. Mit der Maschine ist es natürlich etwas einfacher.

Teigruhe

  • Decke die Schüssel mit dem fertigen Teig luftdicht ab, zum Beispiel mit Frischhaltefolie, und lass ihn für etwa 24 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen. Der Teig sollte sein Volumen verdoppeln. Wenn du möchtest, kannst du den Teig alle paar Stunden vorsichtig dehnen und falten (dies nennt man "stretch and fold"). Dieser Schritt ist nicht zwingend notwendig, fördert aber den Trieb im Teig.

Tag 2: Teig formen und backen

  • Am nächsten Tag ist der Teig bereit zum Formen. Bestreue deine Arbeitsfläche großzügig mit Mehl, damit der Teig nicht klebt, und gib ihn aus der Schüssel auf die Fläche. Forme den Teig nach Belieben – ich bevorzuge eine runde Form, da ich den Teig in einem runden Brotbacktopf backe. Du kannst aber auch eine ovale oder längliche Form wählen, je nach deinen Vorlieben und dem vorhandenen Backgeschirr.
  • Lege den geformten Teig in ein bemehltes Gärkörbchen oder eine beliebige Form und bedecke ihn mit einem sauberen Tuch. Lasse den Teig für etwa 1 Stunde ruhen, damit er etwas aufgehen kann. In dieser Zeit kann der Teig entspannen, was das spätere Backen verbessert.
  • Während der Teig ruht, heize den Backofen zusammen mit dem Brotbacktopf auf 250 Grad vor. Dies kann je nach Ofen etwa 30 Minuten dauern. Der Topf sollte beim Einschieben des Brots sehr heiß sein, um eine schöne Kruste zu gewährleisten.
  • Sobald der Ofen und der Topf vorgeheizt sind, stürze den Teig vorsichtig aus dem Gärkörbchen in den heißen Topf. Setze den Deckel auf den Topf und schiebe ihn in den Ofen. Backe das Brot für 45 Minuten bei 220 Grad.
  • Etwa 10-15 Minuten vor Ende der Backzeit kannst du die Kruste überprüfen. Wenn dir die Kruste noch zu weich erscheint, nimm den Deckel für die letzten 5-10 Minuten ab und lasse das Brot offen weiterbacken. So wird die Kruste besonders knusprig.
  • Nach dem Backen nimm das Brot aus dem Ofen und lasse es auf einem Gitter vollständig auskühlen, bevor du es anschneidest. Das Abkühlen ist wichtig, damit sich die Krume setzen kann und das Brot seine optimale Textur erreicht.
    Schreib mir gerne, wie dir das Brot geschmeckt hat – ich freue mich immer über Feedback!
  • Viel Spaß beim Backen und Genießen!

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Über den Autor: Christian – Ich bin Gründer und Autor dieses Backblogs und teile hier meine jahrelange Erfahrung im Brotbacken. Ich schreibe praxisnahe Anleitungen, teste unabhängig Backzubehör und Küchenmaschinen in der Praxis und teile hilfreiche Tipps rund ums Backen. Meine Bewertungen basieren ausschließlich auf eigener Anwendung und echten Erfahrungen.

20 Kommentare zu „Hafer-Weizenbrot mit Sonnenblumenkernen“

  1. 5 Sterne
    Wieder ein Brot, das mir gut gelungen ist und sehr „saftig“ und bekömmlich schmeckt. Danke dafür!
    Ich werde mir jetzt noch nach deinen Tipps kleinere Bäcker-Gärkörbchen (von Spiegelhauer) bestellen. Die sind wirklich super!
    Auch dieses Brot backe ich dann beim nächstes Mal in einem kleineren Topf, sonst wird es mir zu flach. Ich mag gerne runde Brotlaibe.

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