You are currently viewing Petromax K4 Einbrennen & Pflegen

Petromax K4 Einbrennen & Pflegen

Die richtige Pflege von Gusseisen ist das A und O. Wie du deinen Petromax Brotbacktopf richtig einbrennst und ihn dadurch ein Leben lang haltbar machst, zeige ich dir in diesem Artikel.

Was beim Einbrennen passiert

Es wird ein geeignetes Öl (z.B. Rapsöl) auf die gesamte Fläche aufgetragen und anschließend im Backofen „Eingebrannt“.

Dadurch entsteht eine Art Anti-Haft-Beschichtung. Das Öl wird hart und die Oberfläche wird glatter und vor Rost geschützt.

Sollte diese Beschichtung dann einmal beschädigt werden, kann man einfach den Vorgang noch einmal wiederholen und hat dann wieder eine schöne glatte Oberfläche.

Das Einbrennen von beschichteten Töpfen ist nicht notwendig.

Wie du deinen Brotbacktopf (der Vorgang ist auch für Pfannen etc. geeignet) pflegst und richtig einbrennst, zeige ich dir jetzt:

So gehst du beim Einbrennen vor

Als Erstes solltest du Schmutz und eventuell vorhandene Korrosion mit einem Scheuerschwamm entfernen.

Spüle deinen Gusseisentopf einmal richtig ab und trockne ihn direkt wieder mit einem sauberen Handtuch.

Da sich nun etwas Wasser in den Poren befinden kann, ist der erste Schritt, das Vorheizen, enorm wichtig.

Schritt 1 – Vorheizen

Als Erstes heizt du deine Petromax ordentlich auf. Dadurch wird gewährleistet, dass sämtliche Feuchtigkeit aus den Poren verdunstet. Am besten geht das im Backofen bei ca. 100 Grad.  Stelle dazu deine Petromax für 10 bis 20 Minuten auf ein Backblech oder ein Gitter auf die mittlere Schiene.

Schritt 2 – Einölen

Nachdem die Form aufgeheizt und das Wasser verdunstet ist, lässt du ihn wieder etwas abkühlen, um dir nicht die Finger zu verbrennen. Nimm ein Küchentuch oder einen Pinsel und reibe den gesamten Topf mit einer dünnen Schicht Öl ein. Danach mit einem trockenen Tuch großflächig grob wieder trocken wischen. So gelangt das Öl gut in die Poren der gusseisernen Form.

 

Gusseisen Topf Einbrennen

Topf Gusseisen Einbrennen

 

 

Petromax Einbrennen und PflegenSchritt 3 – Einbrennen

Heize nun deinen eingeölten Brotbacktopf im Backofen auf 250 Grad auf. In der ersten halben Stunde kann es ein wenig Rauchentwicklung geben.

Nach ca. 1 Stunde ist das einbrennen fertig und du kannst den Backofen ausschalten und die gusseiserne Form im Ofen abkühlen lassen.

Das war es schon und du bist fertig. Ab jetzt ist dein gusseiserner Topf wieder vor Rost und vor dem Anbacken des Teiges geschützt.

Das Öl wird hart und glättet die Oberfläche deiner Form.

Die Oberfläche kann teilweise relativ rau sein. Du wirst sie im ersten Arbeitsschritt nicht komplett glatt bekommen. Das macht aber nichts. Du kannst das einbrennen mehrfach wiederholen.

Je öfter du deine Form ölst und einbrennst, desto glatter wird die Oberfläche.

Petromax K4 Brotbacktopf einbrennenPflegen

Das Einbrennen hat nun dafür gesorgt, dass du eine glattere (Öl-)Oberfläche hast. Rost hat nun keine Chance mehr und dein Topf sieht aus wie frisch gekauft.

Nachdem dein Topf mit einer Patina eingebrannt wurde, sollte er nicht mehr mit einem Scheuerschwamm und Spülmittel geputzt werden.

Denn Spüli und Scheuerschwamm sorgen dafür, dass deine sorgfältig aufgetragene Ölschicht wieder abgeschrubbt wird. Das ist nicht gut und auch nicht notwendig.

Die Schicht, die du aufgetragen hast, ist zwar hart und widerstandsfähig, wird aber durch Spülmittel und mechanische Reibung wieder abgetragen.

Einen gusseisernen Topf oder eine gusseiserne Pfanne wird jetzt nur noch mit warmen Wasser und weichen Schwamm gesäubert. Du kannst sogar auch ganz ohne Wasser deinen Topf putzen.

Ich wasche meinen mit Wasser und trockne ihn dann sofort sehr gründlich ab. Damit habe ich bisher nie Probleme gehabt.

Wie ich schon beschrieben habe, kannst du dieses Einbrennen mehrfach wiederholen. Ich empfehle dir, dies an verschiedenen Tagen zu machen. So hat die Form genügend Zeit zum Auskühlen und deine Wohnung riecht nicht so stark. Geruchsentwicklung ist beim Einbrennen normal.

Ich brenne meine Petromax K4* 1 bis 2 mal im Jahr ein. Je nachdem wie stark ich den Topf beanspruche. Nach jedem einbrennen sieht meine Form wieder aus wie neu.

Petromax K4 Pflegeanleitung

WEITERE ARTIKEL DIE DICH INTERESSIEREN KÖNNTEN:

Mehr über die Petromax K4: Brotbackform Test: Petromax K4 Kastenform

Mehr über Brotbacktöpfe: Brotbacktopf Kaufberatung: Die perfekte Größe für die meisten Brote

Vergleich aktueller Brotbacktöpfe: Die besten Brotbacktöpfe auf dem Markt

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare

  1. Caro

    Hi Christian!
    Mein Backofen schafft leider keine 250 Grad, sondern maximal 230 Grad… klappt das dann trotzdem mit dem Einbrennen?
    Grüße von Caro

    1. Christian

      Hallo Caro,
      bei 230 Grad geht das auch.
      lg

  2. Kirsten

    Hi..habe den Petromax seit heute..kann oder muss ich Vollkornbrot mit oder ohne Deckel backen..
    Lg

    1. Christian

      Hallo Kirsten,
      mit dem Deckel bleibt die aufkommende Feuchtigkeit im Topf. Der Teig, ganz gleich ob Vollkorn oder nicht, trocknet beim Backen daher nicht so schnell aus. Das ist gut. Aber du musst das natürlich nicht machen. Ich würde es dir jedoch empfehlen. Teste es einfach mal aus, Backe das Brot einmal mit Deckel und dann später das gleiche Rezept ohne Deckel.
      Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Freude damit 🙂
      lg
      Christian

  3. Astrid

    Lieber Christian,
    ich habe die Petromax eingebrannt, das hat super funktioniert. Einen anderen gusseisernen Topf habe ich auch bearbeitet, der ist allerdings danach fleckig…so als wenn man etwas nicht abtrocknet und die Wassertropfen verbleiben. Was hab ich da falsch gemacht – zu viel Rapsöl? Danke schonmal!
    Beste Grüße, Astrid

    1. Christian

      Hallo Astrid,
      freut mich, dass dir der Artikel bei deiner Petromax geholfen hat.
      Bei deinem anderen gusseisernen Topf könnte ich nur raten, denn so einen Rückstand hatte ich noch nicht. Bei der K4 bringt zu viel Öl lediglich eine zu dicke Schicht, jedoch keine Flecken. Das ist mir beim ersten Einbrennen passiert. 🙂
      Wäre es mein Topf, würde ich wahrscheinlich einmal alles wieder kräftig abwaschen, den Topf ordentlich trocknen und es noch einmal versuchen. Aber wie gesagt: Woran es genau liegt und ob das richtig ist, kann ich aus der Ferne nur raten.
      Gruß
      Christian

  4. Steffi

    Kann ich denn in der eingebrannten Form meinen Teig auch 24 Stunden gehen lassen? Oder geht das nicht wegen der Feuchtigkeit?
    Gruß, Steffi

    1. Christian

      Hallo Steffi,
      Das würde ich nicht machen. Aus verschiedenen Gründen. Sollte das Einbrennen, warum auch immer, nicht 100% geworden sein, dann ist die Feuchtigkeit nicht gut für den Topf.

      Bei vielen Rezepten wird auch gerne mal der Teig alle paar Stunden kurz bearbeitet. Es kommt da also auch auf das Rezept drauf an und wie man den Teig behandeln soll. Das geht in der Form sehr schlecht.
      Dann wird es zum Schluss, wenn das Brot gebacken ist, auch recht schwierig den Teig aus der Form zu bekommen. Er kann so leicht festbacken. Bevor der Teig in die Form kommt, sollte die Petromax (oder das Brot) eingemehlt werden. Alternativ würde auch einölen funktionieren. Das geht aber nicht, wenn der Teig schon in der Form liegt.
      Ich lasse daher den Teig immer in der Schüssel, in der ich ihn auch geknetet habe. Das funktioniert ganz gut.
      Grüße
      Christian

  5. Anette

    Hallo Christian,
    ich bin jetzt etwas ratlos wegen dem Einbrennen.
    Meine neue Kastenform ist heute angekommen, ich hatte bisher noch keine.
    Auf dem Karton steht, kann direkt eingesetzt werden – vorheriges Einbrennen ist nicht nötig.
    Sollte ich sie trotzdem einbrennen?
    Ich habe die Petromax Paste bestellt, ist aber noch nicht angekommen.
    Gibt man diese Paste auch direkt, bei jedem Brot backen in die Form?
    Danke schonmal für deine Rückmeldung!
    Grüße
    Anette

    1. Christian

      Hallo Anette,
      du kannst die Form direkt verwenden. Wenn die Patina dann irgendwann beschädigt oder abgenutzt ist, kannst du deine Form das erste Mal Einbrennen.
      Die Paste von Petromax habe ich noch nicht benutzt. Ist es eine zum Einbrennen, dann macht man das separat, ohne etwas darin zu backen.
      Beste Grüße und viel Spaß mit deiner Petromax 🙂
      Christian

  6. Thomas

    Hallo Christian, bin per Zufall auf deine Seite gestoßen, da ich auf der Suche nach einer gusseisernen Backform gewesen bin.
    Benutze zur Zeit die Backform von Le Cruset, aber da bekomme ich das Brot nach dem Backen nur noch mit Ach und Krach aus der Form heraus und habe jetzt die ” Nase ” voll.
    Da ich der absolute Fan der Marke Skeppshult bin, wollte ich mir eine Gussform von denen zulegen. Leider gibt es nur eine ohne Deckel und dann für einen wahrlich stolzen Preis. So bin ich über deine Seite auf Petromax gestoßen und habe die Form auch geordert. Bin mal gespannt.

    Frage an den Fachmann:
    1) Soll man die Form generell einbrennen ?
    2) Vor dem Backen die Form einölen ( Raps – oder Olivenöl ( hoherhitzbares ) bzw. Butter nehmen oder empfiehlst du einmehlen ?
    3) Muss man das fertige Brot wenn man es aus der Form nehmen möchte bis zum völligen Erkalten in der Form lassen ?
    4) Ich glaube irgendwo gelesen zu haben man solle nach ca. 30 Minuten den Deckel abnehmen.
    5) Mein Backofen bedampft automatisch, wenn ich ein Brotbackprogramm laufen lasse. Macht ja mit Deckel keinen Sinn.
    Daher vermute ich ” Frei Hand ” backen.
    6) Generell erst die Backform aufheizen und dann den Teig einfüllen ?

    Freue mich von Dir zu hören und schöne Grüße aus dem Bergischen Land.
    Noch eine Bemerkung am Rande. Es gibt nicht´s leckeres als selbstgebackenes Brot.

    Thomas

    1. Christian

      Hallo Thomas,
      die Petromax K4 war meine erste Wahl, wenn es um Kastenform ging. Das backe ich heute auch noch und auch mit der K4. Das Material und die Eigenschaften machen aus dem Topf einfach ein unzerstörbares Universaltalent.
      Um deine Fragen zu beantworten:

      1) Einbrennen musst du die Form vorher nicht. Du wirst merken, wann es so weit ist. Dann fängt das Eisen an zu rosten. Das passiert unter mechanischer Belastung eher. 1 x im Jahr mache ich das ungefähr.
      2) Die Oberfläche ist relativ glatt. Erst recht, wenn du die Form länger benutzt und sie einbrennst. Da hält kein Mehl mehr. Nimm Speiseöl, sonst wird es etwas schwierig das Brot aus der Form zu bekommen. Rapsöl ist ganz gut geeignet.
      3) Nach dem Backen legst du das Brot auf ein Gitter, damit es von allen Seiten gut auskühlen kann und keine feuchten Stellen bildet.
      4) Den Deckel kannst du nach 30 Minuten abnehmen, das mache ich auch. Dadurch wird die Kruste etwas kräftiger. Das liegt bei dir. Je nachdem wie du es gerne hättest.
      5) Das Bedampfen ist unnötig, wie du schon festgestellt hast.
      6) Generell erst aufheizen, ja.
      Noch eine kleine Bemerkung: Ich kenne deine Backform von Le Creuset nicht und weiß auch nicht, welche Probleme du damit hast. Richtig leicht und „fluffig“ geht das fertige Brot aus der Petromax nur dann heraus, wenn du die Form vorbehandelst, also zum Beispiel vor dem Backen Einölen.
      Viel Spaß mit deiner neuen Backform
      Christian

  7. Thomas

    Hallo Christian,
    Danke für die info´s. Ich werde die Form gemäß deiner Anleitung doch vorher einbrennen.
    Habe ich mit den Skeppshult Pfannen auch gemacht.
    Bezgl. Einölen vor dem Backen. Hauchdünn oder doch etwas kräftiger.
    Bezgl. Le Cruset. Das ist eine beschichtete Form. Funktionierte am Anfang perfekt – das Brot viel aus der Form.
    Jetzt benötige ich trotz vorherigem Einölen Hammer und Meißel 😉 um das Brot aus der Form zu bekommen.
    Gruß
    Thomas

    1. Christian

      Einfach mit dem Pinsel einölen. Alles Kräftige läuft sowieso herunter und sammelt sich am Boden.

Schreibe einen Kommentar