Gärkörbe – Varianten und Tipps

Gärkörbe – Varianten und Tipps

Der Gärkorb ist ein ziemlich nützliches Zubehör beim Brot backen. Vor dem Backen, soll der Teig immer eine gewisse Zeit ruhen bzw. gehen. Genau dafür ist so ein Gärkorb gedacht.

Welche es gibt und worauf man bei den verschiedenen Varianten achten muss, erfährst du weiter unten.

Zudem schildere ich meine Erfahrung und zeige dir, welchen ich benutze.

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Was ist ein Gärkorb

Bei jedem Rezept das ich kenne, soll der Teig für unser Brot vor dem Backen nicht nur in Form gebracht werden, sondern auch ruhen. Das „in Form bringen“ entscheidet hier, ob es sich zum Beispiel um ein längliches Brot oder ein rundes handeln soll.

Während es bei der Teigzubereitung eher um die Technik geht, muss bei letztmaliger Teigbearbeitung festgelegt werden, welche Form das Brot haben soll.

Der Gärkorb hilft uns dabei. Er hält den Teig in der Form die wir gerne erreichen wollen und ist eine prima Möglichkeit zur Aufbewahrung während der Teigruhe.

 

Wozu brauche ich einen Gärkorb?

Wie oben schon erwähnt, dient er als Formgeber und Hilfsmittel um den Teig ruhen zu lassen. Warum wir dafür besser einen Gärkorb nehmen und keine Schüssel aus Keramik liegt, ergibt sich aus den Materialeigenschaften des „Holzes“.

In den Körben wird die Wärme gespeichert, was den Reifungsprozess unterstützt. Dazu kann es Feuchtigkeit aufnehmen um den Reifungsprozess optimal zu regulieren.

Genau das kann eine normale Schüssel aus Metall, Kunststoff oder Keramik nicht.

 

Der traditionelle Gärkorb

Die meisten Gärkörbe sind aus natürlichem Rattan bzw. Peddigrohr*. Ein subtropisches Gewächs, das sich in Form biegen lässt und auf einigen Broten diese typischen Rillenmuster hinterlässt.

Es gibt sie in verschiedenen Größen und Formen. Häufig werden sie zusammen mit einem Leinentuch angeboten. Dieses Leinentuch ist eine passgenaue Einlage für die Vertiefung des Gärkorbes auf die man den Teigling legt.

 

Das Leinentuch

Das Leinentuch* ist für so manchen Hobby-Bäcker unerlässlich. Bei einem Gärkorb hat so ein Tuch  3 Aufgaben:

  1. Trennhilfe beim Stürzen
  2. Schutz vor durchrieselndem Mehl
  3. Wärme- und Feuchtigkeitsschutz

1. Als Einlage bzw. Unterlage in einem Gärkorb hilft es dabei, dass der Teig sich nicht am Körbchen festsetzt. Stürzt man den Teig aus der Form, dann bleibt er nicht an den Rillen haften. Das Leinentuch kann man im Anschluss ganz einfach vom Brot abziehen.

Beim Arbeiten mit Brot wird so ein Leinentuch immer eingemehlt. Es ist eine Art von Trennschicht zwischen Brot und Stoff.

2. Peddigrohr ist ein naturmaterial und unterliegt demnach Schwankungen in der Form. Das führt dazu, dass ein Geflecht aus Peddigrohr bzw. Rattan nicht 100% dicht ist. Da wir unsere Form immer einmehlen sollten, passiert es dann, dass das Mehl durchrieselt.

Das ist nicht weiter schlimm, wird aber praktischerweise durch den Leinentucheinsatz komplett vermieden.

3. Die andere Aufgabe die so ein Leinentuch hat, ist das Abdecken des Teiglings in der Form. Dazu eignet sich aber auch jedes andere saubere Küchentuch, denn das Abdecken ist zum einen ein Wärmeisolator und zum anderen ein Schutz gegen austrocknen bzw. das antrocknen der Oberfläche.

 

Neue Gärkörbe: Holzschliff

Neben den Körbchen aus Rattan gibt es noch Gärkörbe aus „Holzmasse“* der sogenannte Holzschliff. Das sind Gärkörbe die aus sehr fein zerfasertem Roh-Holz (Nadelholz) geformt werden.

Solche Brotformen sind reine Naturprodukte, atmungsaktiv, langlebig und biologisch abbaubar.

Sie haben dieselben positiven Eigenschaften für unser Brot, wie die der Rattankörbchen. Mit 1 Unterschied: Es gibt keine Spaltmaße.

Deswegen ist es bei diesen Gärkörben auch nicht notwendig ein Leinentuch als Unterlage zu verwenden. Es kann nichts durchrieseln und die Arbeitsplatte bleibt Mehl frei.

Auch diese Körbe gibt es in unterschiedlichen Formen und in unterschiedlichen Größen.

Aber auch in unterschiedlichen Oberflächen. Neben dem traditionellen Rillenmuster gibt es da zum Beispiel ein Waffelmuster. Eins mit Herz habe ich auch schon gesehen.

 

Meine Gärkörbe

Gärkorb

Ich habe mich für den Holzschliff entschieden. Die Handhabung ist sehr einfach und das gefällt mir. Meine Körbe habe wie die aus Peddigrohr ein Rillenmuster. Ein bisschen traditionell darf es dann schon sein 🙂

Ich habe einen Runden und einen länglichen Korb. Beide tun ihre Dienste und ich bin sehr zufrieden damit.

 

Hier das runde und hier das längliche. Beide kosten so ca. 14 Euro

Kann man mit dem Gärkorb auch das Brot backen?

Nein. Der Korb wird ausschließlich vor dem Backen benutzt. Zum Backen empfehle ich entweder einen Brotbacktopf aus Gusseisen, einen Schamott Stein für den Backofen, oder direkt einen Brotbackofen.

 

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