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Namibia Gasthaus-Brot

Namibia – Faszinierende Landschaften, wilde Tiere und gastfreundliche Menschen. Ein Land zum Wohlfühlen. Vielleicht wurde es deswegen so gerne von den deutschen besiedelt.

Für dieses Rezept möchte ich mich bei Renette bedanken. Sie hat mir dieses fantastische Rezept zukommen lassen. Es ist ein Brot, das sie regelmäßig für Ihre Gäste in Ihrem Gasthaus Olof Palme in Windhoek backt. Selbstgebackenes Brot in einem Gasthaus – Sowas gibt es nicht alle Tage!

Was es ebenso wenig in Namibia gibt, ist Mehl mit einer deutschen Typenbezeichnung. 550 oder 1050, sowas gibt es dort nicht. Stattdessen heißt es „White bread wheat Flour“ oder „Cake Wheat Flour“.

Aus letzterem ist das namibische Gasthausbrot auch gebacken. Es ähnelt eher unserem 405er als dem üblicherweise benutzten 550er Weizenmehl.

Mein erster Backversuch mit dem 550er Weizenmehl hat auch nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt. Das 405er passt einfach besser.

Dieses Mehl gibt dem Teig eine weiche geschmeidige Struktur.

Natürlich spielt auch die hohe Teigausbeute von 200 eine gewichtige Rolle. Damit ist es ein sehr weicher Teig. Keines meiner bisherigen Brote hat einen so hohen Flüssigkeitsanteil.

Ein so weicher Teigling macht in der Bearbeitung auch überraschend viel Spaß. Dazu noch der 100%ige Weizenteig mit all seinen schönen Eigenschaften beim Verarbeiten.

Kein anderes Mehl macht mir so viel Spaß in der Zubereitung wie reines Weizenmehl. Es ist einfach super elastisch und hat einen fantastischen halt. Ich liebe es.

Dieses Brot ist dazu auch noch mit etwas Zucker gemacht und hat damit eine leicht süßliche Note.

Dennoch wird es traditionell zu gegrilltem Fleisch serviert. Wir haben hier zwar kein Kudu oder Antilope, aber ich denke zu Rind oder deutschem Wild passt es genauso gut.

In diesem Rezept wurde mit Trockenhefe gearbeitet. Da ich alles so original wie möglich halten wollte, habe ich es dabei belassen und nicht wie sonst frische Hefe benutzt. Falls du lieber mit frischer Hefe arbeitest – Du brauchst 1 ganzen Würfel.


Ein Brot aus Afrika

Namibia Gasthaus-Brot

Original namibisches Brotrezept
Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 1 Stunde
Backzeit 40 Minuten
Zutaten für 1000 Gramm
  • 520 gr. Weizenmehl 405
  • 340 gr. Wasser
  • 45 gr. Milch
  • 50 gr. Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
  • 25 gr. Zucker
  • 8 gr. Salz
  • 14 gr. Trockenhefe

Zubereitung 

  • Dieses Brot wird nicht wie üblich mit 550er Weizenteig gebacken, sondern mit dem 405er.
  • Als Erstes werden sämtliche Zutaten miteinander vermischt. Achte darauf, die Flüssigkeiten zuerst in die Schüssel zu geben. Damit verringerst du das Risiko, dass Mehl am Schüsselboden kleben bleibt und erleichterst dir somit das vermischen.
  • Nachdem du alles vermischt hast, lässt du den Teig 5 Minuten lang ruhen.
  • Danach knetest du den Teig ebenfalls 5 Minuten lang. Ich habe den Teig in der Maschine kneten lassen. Von Hand geht das aber genauso gut. Der Teig ist recht klebrig und mit einer Teigausbeute von ca. 200 auch relativ weich.
  • Nun lässt du den Teig für 1 Stunde lang bei Zimmertemperatur luftdicht abgedeckt ruhen. Bei dieser Menge Hefe reicht 1 Stunde und der Teig wird schnell aufgehen.
  • Nach knapp 1 Stunde heizt du dir den Backofen auf 200 Grad vor.
  • Jetzt holst du den Teig aus der Schüssel und formst ihn grob zu einem Laib. Dafür schlägst du die Teigränder von jeder Seite einmal in die Mitte um. Für ein leichteres Arbeiten kannst du dir deine Arbeitsfläche Einmehlen.
  • Den Teigling mit der glatten Seite (die jetzige Unterseite)nach oben auf ein Backblech legen und noch einmal 5 Minuten ruhen lassen.
  • Die Temperatur vom Backofen auf 180 Grad verringern und den Teig in der mittleren Schiene ca. 40 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn die Oberseite Goldbraun ausgebacken wurde.
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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Kathinka

    Hallo Christian, Namibia wurde von den Deutschen nicht einfach besiedelt, es wurde kolonialisiert und viele Menschen dort vertrieben und ermordet.
    Das ist eine schwere Vergangenheit für alle, die jetzt dort leben und hat nichts mit der Schönheit des Landes zu tun.

    Ich konnte das nicht einfach unkommentiert lassen. Aber danke für das tolle Rezept!

    1. Christian

      Hallo Kathinka,
      das stimmt. Was die Deutschen damals gemacht haben war nicht schön und sollte auch nicht vergessen werden. Die Kolonisierung von Afrika, Amerika oder auch Australien war keine Glanzzeit der Europäer. Das hier ist aber kein politischer Blog. Von daher möchte ich an dieser Stelle das Thema nicht weiter vertiefen.

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