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Ein Upgrade Wert? Der Profi-knethaken von Kitty Professional für die KitchenAid Artisan

Bereits vor dem Test für die KitchenAid Artisan habe ich nach Spiralknethaken für diese Küchenmaschine gesucht. Gefunden habe ich jedoch wenig. Es gab keinen Profiknethaken, der speziell für die KitchenAid Artisan gemacht wurde.

Erst durch einen Kommentar auf meinem Blog wurde ich auf den Knethaken von Kitty Professional aufmerksam.

Jetzt konnte ich ihn für mehrere meiner Brotrezepte ausprobieren. Getestet habe ich ihn nicht nur als Ersatzknethaken für diverse Weizenbrote, sondern auch im direkten Vergleich zum Standardknethaken.

Für einen direkten Vergleich habe ich beide Knethaken bei ein und demselben Teig mehrfach gewechselt. So konnte ich das Knetverhalten sehr gut beobachten und gleichzeitig ausschließen, dass kleine Variationen in der Teigkonsistenz das Ergebnis verfälschen.

Details zum Spiral-Knethaken von Kitty Professional

Der Knethaken ist aus Edelstahl und, wie ich finde, sehr gut verarbeitet. Es gibt keine scharfen Kanten und die Oberfläche ist sehr gut auspoliert. Der Einsatz macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck.

Der Spiralknethaken ist relativ dünn. Viel schmaler als der Standardhaken. Daher wohl der Name „Teigpeitsche“ den der Hersteller dafür gewählt hat.

Links der mitgelieferte Knethaken und rechts der Profi Knethaken von Kitty Professional

Die sehr dünne Ausarbeitung des Spiralarms soll einen federnden Effekt haben, um die Belastung für die Maschine zu minimieren.

Ich konnte tatsächlich keine stärkere Belastung auf den Maschinenkopf während des Knetens feststellen.

Bei einem Knethaken, der spiralförmig ausgearbeitet ist, wirkt die Kraft durch die Drehbewegung auch nach unten und oben. So kann durchaus eine höhere Belastung für den Klappmechanismus des Maschinenkopfes entstehen.

Hier sehe ich bislang keine größeren Nachteile bei der Verwendung von dem Spiralknethaken.

Passgenauigkeit der „Teigpeitsche

Die Passgenauigkeit des Anschlusses für die Aufnahme an der Küchenmaschine ist ebenfalls sehr gut. Nichts hackt und beim Kneten sitzt der Haken sicher und fest.

Der Knethaken ist etwas kürzer als der Standortknethaken. Das soll eine geringere Belastung für die Maschine bewirken. Der Profiknethaken reicht demnach nicht so tief in die Schüssel wie der Originalknethaken, welcher bei der Maschine bereits mitgeliefert wird.

Das sehe ich durchaus skeptisch. Mit diesem Knethaken musste ich mehrfach die Maschine anhalten und mit einem Spachtel den unteren Teig mit dem Rest vermischen, da er nicht von Knethaken erfasst wird.

Eigentlich genau das, was ich durch einen „besseren“ Knethaken erwarte, wird hier leider nicht erfüllt.

Knetergebnis des Profiknethakens „Teigpeitsche“

Wie bereits geschrieben, erreicht dieser Knethaken nicht den Teig am Boden der Schüssel. Das kenne ich von anderen Maschinen so nicht.

Bei dem Originalknethaken wird der Teig häufig am Knethaken selber geknetet. Der Teig wandert am Knethaken hoch und wickelt sich darum. Das funktioniert auch, es dauert nur ein wenig länger. Bei diesem Spiralknethaken ist das aber auch nicht viel anders.

Von der Spirale habe ich mir eigentlich versprochen, dass der Teig durch die Drehbewegung unten in der Schüssel gehalten und dort geknetet wird.

Der Kneteffekt durch die Spirale ist daher kaum gegeben.

Bei allen Hefeteigen, allesamt Weizenmischbrote, war das Verhalten kaum anders als beim Standardknethaken. Der Teig wird vom Knethaken erfasst und wandert an diesem hoch. Aus diesem Grund hat wohl auch die Teigpeitsche eine obere Platte. Die sorgt dafür, dass der Teig nicht zu weit nach oben klettert.

So kann es auch mit diesem Knethaken durchaus vorkommen, dass sich der Teig einfach nur im Kreis dreht.

Ausgenommen davon war nur der Teil des Teiges, den der Knethaken am Boden nicht erreicht. Der wurde zeitweise einfach gar nicht geknetet.

Alles zusammen ein eher unbefriedigendes Ergebnis. Zumindest wenn man bedenkt, dass man bereits einen Knethaken im Lieferumfang der Küchenmaschine hat, der das genauso oder sehr ähnlich macht.

Der direkte Vergleich beider Knethaken

Beim Zeitmessen beider Knethaken liegen beide gleichauf. Von Zutaten vermengen bis zum bestandenen Fenstertest vergingen bei beiden Knethaken für meinen Teig in dem Test etwa 20 Minuten.

Das positive: Mit dem neuen Spiralknethaken kann man den Brotteig ebenfalls gut ausarbeiten.

Der Nachteil daran: er wird nicht besser oder ist früher fertig als mit dem Standardknethaken.

Auch das manuelle Nachjustieren bleibt bei diesem Spiralknethaken nicht aus.

Mein Fazit

Der Knethaken ist gut gefertigt und sicher auch seinen Preis wert. Der Einsatz macht insgesamt einen hochwertigen Eindruck.

Er bringt jedoch meiner Meinung nach keine Vorteile und liefert auch keine besseren Knetergebnisse als der Standardknethaken.

Dass der Knethaken nicht bis zum Boden reicht und damit nicht den kompletten Teig mit aufarbeitet, empfinde ich ebenfalls als sehr unbefriedigend.

Immer wieder habe ich gesehen, dass sich der Teig lediglich im Kreis dreht.

Das passiert auch beim Standardknethaken und daher ist die Knetzeit generell bei KitchenAid oft auch etwas länger als zum Beispiel bei der Kenwood Knetmaschine.

Hier mal zum Vergleich der Profi Knethaken von Kenwood

Da sich mit dem neuen Knethaken gar nicht so viel ändert, ist es fraglich, ob sich die Anschaffung eines weiteren Knethakens lohnt oder ob man doch damit zufrieden ist, was mit der Maschine mitgeliefert wurde.

Eine klare Kaufempfehlung kann ich jedenfalls nicht geben. In der nächsten Zeit werde ich den Knethaken noch weiter verwenden, um gegebenenfalls bei noch anderen Teigen sein Verhalten zu sehen. Viel Hoffnung habe ich jedoch nicht.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Larry

    Hallo Christian,

    vielen Dank für den Artikel, die 50 € werde ich dafür dann nicht ausgeben. Schade, dass es für Teigwandern keine gute Lösung gibt.

    1. Christian

      Ja, ich finde das auch echt schade. Bei der Bestellung hatte ich mir vom Knethaken mehr erhofft. Immerhin kann ich den Kauf mit einem Artikel für den Blog rechtfertigen. 🙂 Hat sich für mich ja dann doch irgendwie gelohnt.
      Beste Grüße
      Christian

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